Hymne auf Steuden

Hymne auf Steuden

Hymne auf SteudenWie war es doch vordem so schön, als auf der Straße der Freundschaft Bierendes Laden war noch zu seh‘n, da tankte man wieder neue Kraft. Nicht nur Mittel fürs tägliche Leben, auch Zeitungen, Tücher, Getränke… Ratschläge wurden dazu gegeben, auch manch‘ gutes Wort, und Schwänke wurden erzählt, es wurde gelacht, sogar Post- und Bankenverkehr abgewickelt und Blödsinn gemacht! Was wollte Steuden noch mehr?

Bäcker gab es, Schmiede, Frisöre, die „Alte Kneipe“, ich sag‘s Euch, ich schwöre, war gut für Feiern und erlesenes Essen, konnt‘st die eigene Küche vergessen, den Pechstädts fiel immer was Neues ein, bei ihnen war‘s wie zuhause sein. Und Lanzendorfer sorgte für Sport- kameraden in einem fort, und Bauermann vom Hühnerhof sorgt‘ nicht nur für Eier, auch für Schwof.

Ernte

Kleines Dorf, da draußen im Land, mit vielen lieben Alten und Jungen, bin Euch von Herzen zugewandt, habe oft mit Euch gesungen, mit Euch diniert und Kaffee getrunken, beim Abschied Euch hinterher gewunken, bin gegangen, spaziert und geradelt, fühle mich durch Euch geadelt, wäre so gern wieder öfter dort in Steuden, Eurem schönen Ort!

Die Straßen sind verlassen heute, so leer geworden, vom Wind durchweht, sagen und schreiben mir viele Leute keiner ins Dorfgemeinschaftshaus geht…. Kein Arzt mehr, keine Kneipe, kein Laden… Wer kommt auf für den seelischen Schaden? Wo bleibt die Sorge der Politik? Lässt sie uns einfach einsam zurück?

Katze in SteudenNein, Ihr Freunde, und abermals nein! So soll‘s nicht sein, wird‘s nicht bleiben! Wir werden wieder fröhlich sein und uns vergnügt die Hände reiben, weil die Zeit schon manches wandelte, weil dieser mit jenem verhandelte, Alt und Jung ihte Chance erkennen und Alternativen beim Namen nennen, bis auch dem letzten Politiker klar: Es muss anders werden, viel besser sogar, als Steuden in seinen besten Jahren war!

Dann werden Kinder und Kindskinder ein neues starkes Steuden errichten, die Alteingesessenen nicht minder neue Sterne am Himmel sichten. Weil der Wind sich auf einmal dreht, weil ein Engel über die Felder geht, und Gottes gütiges segnendes Wort Bedeutung hat an diesem Ort, ist niemand mehr zaghaft oder matt, und von der Ernte werden alle satt!

Schafe in SteudenSteudens Kirche, schon über 300 Jahr‘, hat einen kostbaren, schönen Altar, nach Luther ist sie evangelisch, das macht die Leute fröhlich. Die Katholiken kommen aber auch, zu Hochfesten ist das guter Brauch.

So ist in jedem Ende ein neues Beginnen! Wer dazu bereit ist, kann nur gewinnen. Ein neuer Anfang ruht in jedem Ende… Klatschen wir in die Hände! Fest will weiter ich daran glauben: Zuversicht kann niemand uns rauben. Steuden wird einmal wieder schön! Wünschte, ich könnte es seh‘n!

Mit lieben Grüßen aus München, Alexa

Hildegard Hayessen

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