Der Sternenhimmel zu Pfingsten

Abbildung des Abendhimmels zu Pfingsten, Quelle VDS e.V.

Der Frühlingsbeginn fand dieses Jahr am Abend des 20. März statt. Am darauffolgenden Wochenende fand die Himmelsbeobachtung zur Astronomie-Nacht 2018 am Sonnabend in Küblers Scheune statt. Es wurde zum Thema Sterne gesprochen und danach war sogar die Beobachtung der Plejaden und des Orionnebels möglich. Die etwa 20 Besucher hatten viele Fragen und auch die Kinder konnten tolle Beiträge zum Thema Astronomie bringen. An dieser Stelle nochmals Dank an die Firma Kübler, die wieder ihre Scheune zur Verfügung stellte!

Welche Planeten sind zu sehen

Jupiter
Jupter – Creativ Common bei Wikimedia

In den Nachtstunden fällt uns zu Pfingsten nur ein helles Objekt auf, das in südlicher Richtung also in Richtung Schafstädt gut zu sehen ist. Es handelt sich um den größten unserer acht Planeten, den Gasriesen Jupiter. Er ist zehnmal so groß wie die Erde und beinhaltet so viel Masse, wie alle anderen 7 Planeten zusammen. Deshalb ist er mit seiner Gravitationskraft ein wesentlicher Faktor in unserem Planetensystem: er fängt viele Kleinkörper, wie Asteroiden und Kometen ab, die sonst der Erde gefährlich nahe kommen würden und wirkt dabei wie ein Staubsauger. Wenn man den Planeten mit einem guten Feldstecher beobachtet, kann man sehr schön seine markanten Streifen erkennen. Sie rühren von gewaltigen Stürmen her, die sich zwischen diesen Streifen in ständig wechselnder Richtung wie die Milch im Kaffee beim Umrühren bewegen. Die markanteste Erscheinung ist der große rote Fleck: er ist ein gewaltiger Wirbelsturm, in den unsere Erde locker zwei- bis dreimal hineinpassen würde und der ständig sein Aussehen ändert.

Welches sind nun die Sternbilder der Jahreszeit

Um sie lokalisieren zu können, benötigen wir zuerst die nördliche Himmelsrichtung. Wir suchen dazu wieder den großen Wagen auf und verlängern seine hinteren beiden Kastensterne fünfmal und kommen zum kleinen unscheinbaren Polarstern. Er ist der einzige Stern, der seine Position am Himmel nicht verändert. Von ihm aus gehen wir senkrecht nach unten und dort ist die nördliche Himmelsrichtung und liegt Etzdorf. Im Osten in Richtung Kraftwerk Leuna geht das prächtige Sternzeichen Skorpion auf, das man gut an seinen gefächerten Zangen erkennen kann. In südlicher Richtung, also in Richtung Schafstädt sind sehr gut die drei Sternbilder des Frühlings zu sehen: der Himmelsjäger Bootes mit seinem Hauptstern Arktur auf halber Höhe zum Zenit, etwas rechts darunter das Sternzeichen Jungfrau mit ihrem Hauptstern Spica und zu guter Letzt in südwestlicher Richtung über dem Jupiter das Sternzeichen Löwe mit seinem Hauptstern Regulus. Die drei Hauptsterne Arktur, Spica und Regulus bilden das Frühlingsdreieck. In westlicher Richtung in Richtung Dornstedt grüßen noch die beiden Hauptsterne Castor und Pollux aus den Zwillingen und verabschieden die Wintersternbilder in die Sommerruhe.

Frühlingsbeginn ändert sich

Wussten Sie, dass wir uns von der allgemein bekannten Regel verabschieden müssen, dass der Frühlingsbeginn am 21. März ist? So hatten wir den letzten Frühlingsbeginn am 21.3. im Jahre 2011. Auf Grund der Präzessionsbewegung, einer Art Pendelbewegung unserer Erdachse bewegt sich der Frühlingspunkt weiter und hat zur Folge, dass wir sogar 2052 zum ersten Mal am 19. März Frühlingsbeginn feiern. Aber bis dahin haben wir noch ein wenig Zeit zur Beobachtung des Himmels. 😉 Ich hoffe, ich konnte Ihnen wieder Interessantes und Neues aufzeigen. Bei weiterführenden Fragen stehe ich Ihnen gerne Rede und Antwort.

Viel Spaß beim Beobachten wünscht Holger Verch aus der Fliederstraße.

Hildegard Hayessen

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